Coldiron

Third Gaze

Seductive Secret

Drachengedanken



*~ Moments ~*

*~ Lifeplay - Playlife ~*

*~ Dancing in the rain ~*

{Ende Februar/ Anfang M?rz `06}

Sie hat mich wieder, die Stadt die niemals schl?ft, geliebter Bruder. Ich wei? nicht ob ich bleibe, ich wei? nicht ob ich wieder gehe und wie mein weiterer Weg aussehen wird- wie es immer gewesen ist. Und vielleicht ist das die rechte Art zu leben f?r mich... immer auf dem Sprung, immer mit der Wahl aller M?glichkeiten offen vor sich. Frei...
Aber Freiheit ist einsam.

Es ist mir auch nicht einfach gefallen, Russland zu verlassen... und somit auch
ihn. Doch nachdem Drake nach Wochen doch wieder zur?ck gekehrt ist, ?berlebt hat, glaube ich, dass es ihm besser gehen wird als je zuvor- es ist einfach diese Mischung aus kalt und hei?, hart und weich, die wie ich es einsch?tze vielleicht tats?chlich in der Lage sein k?nnte, seine Bed?rfnisse abzudecken. Dark ist noch immer fort, irgendwo in diesen Labors, wenn er denn ?berhaupt noch lebt... Drake sollte ihn vergessen machen. Er wirkt wie jemand, an dem sich Welten brechen k?nnten ohne ihn umzuwerfen, und in diesem Sinne... ist er wie in allen anderen Dingen auch scheinbar perfekt dazu geeignet, unserem Neumond zur Seite zu sein. Und wer k?nnte einen Neumond besser verstehen als ein anderer gleichen Zeichens?

So bin ich also hier gelandet... tauche manchmal ein in diesen Sog pulsierenden Lebens, das durch die Stadt rauscht und sich an vielerlei Orten sammelt. Ich habe dir einmal vor sehr langer Zeit von diesem einen Club erz?hlt... einen der wenigen Orte, an denen sich die unsrigen treffen als w?ren sie wie jedermann. Das Midwinters Moon. Dort geh?rt mir ein St?ck der Welt, dort liegt sie mir zu F??en... und wird mich doch nie erreichen, wenn ich nicht die Hand danach ausstrecke und sie zu mir einlade. Es ist ein eigenartiges Gef?hl- allein inmitten aller, obwohl doch im Mittelpunkt. Aber das Meer an M?glichkeiten hat eine wohltuende Wirkung, sie beruhigt und macht vergessen. Ich kann mich ein ums andere Mal verlieren, vergessen in Worten und Bewegung, kann mich zur?ck ziehen wie auch immer es mir beliebt.
Manchmal... da frage ich mich, was all die an mir klebenden Blicke zu sehen glauben, was sie tats?chlich h?ren, wenn ich ihre Aufmerksamkeit so einfach einfangen und fesseln kann, als w?ren sie ohne Willen. Ich kann mit ihnen spielen wie es mir in den Sinn kommt, und sie sind wie geschmeidige Seide, die man durch seine Hand gleiten l?sst. Manchmal sehe ich in Teile ihrer Seelen und Erinnerung, finde ihre Empfindungen vor mir ausgebreitet wie einen hauchd?nnen, vielfarbigen Teppich, und ich lerne immer besser, auf diesen Teppichen zu laufen. Sie zu st?rken. Oder Dinge fort zu wischen, nichtig zu machen. Ich kann sie einiges vergessen lassen, sie auffangen, der doppelte Boden sein, das Sicherheitsnetz. Nie f?r immer, aber f?r einige Zeit.
Erst durch andere... kann ich lebendig sein. Aber es ist nicht mehr wie fr?her, etwas... scheint zu fehlen. So schlafe ich so wenig wie diese Stadt, teile ihre immerw?hrende Rastlosigkeit, nehme immer wieder Abstand und beobachte sie von oben herab. Diese Lichter, die dem wirbelnden Leben eine Richtung zu geben scheinen. Ich verschwinde mit der Nacht, ungesehen, ohne den Spiegel anderer auf mich selbst reduziert. Manchmal w?nschte ich, du w?rst noch hier und w?rdest diese Eindr?cke teilen, den Platz in mir wieder einnehmen, der so furchtbar leer geworden ist ohne dich... wie so manch anderer auch. Aber diese W?nsche sind und bleiben nun einmal vergebens, ich wei?, ich wei?... und doch hat diese Vorstellung etwas sch?nes, und manche Erinnerungen an die Vergangenheit sind wie Rosen inmitten stinkenden Unrats.
22.10.05 13:34
 



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