Coldiron

Third Gaze

Seductive Secret

Drachengedanken



*~ Moments ~*

*~ Lifeplay - Playlife ~*

*~ Dancing in the rain ~*

zitat des tages:

ja, ich mag diese 2 zeilen "ich stopf alles was der char tut in eine kurze lieblose beschreibung"-posts auch nicht. ich mag erkl?rungen dabeihaben, warum er das tut, wie genau ers tut und was er dabei denkt und f?hlt. das geh?rt f?r mich dazu, man soll sich ja reinversetzen k?nnen
und gerade wie du sagst - es ist unfair gegen?ber denen die wirklich viel herzblut reinstecken.


ich schlage vor begeisterung innerliche r?der dar?ber, dass es auch noch "au?erhalb" innerer kreise solche ansichten und f?hige spieler gibt.
und schon ist die welt wieder ein winziges st?ck besser geworden, das nennt man mal strotzenden optimismus.
4.11.05 19:43


{Dark}

Dunkelheit war es, die ihn umfing. Dunkelheit, Nacht, lediglich durchbrochen von dem schmalen Lichtkegel einer Straßenlaterne.
Er ließ sie hinter sich.
Die Kälte biss ihm durch den dünn gewordenen Mantel, die kaum erwähnenswerte Kleidung darunter, ließ die alten, frischen Narben schmerzen. Diese verfluchte Stadt... wie in aller Welt war er nur hierher gekommen? Was war geschehen, dass er sich gerade in einem Drecksloch wie diesem wiederfinden musste?
Schritte, irgendwo hinter ihm.
Nichts, was er beachten müsste.
Zumal das nagende Gefühl in seinen Eingeweiden beinah sämtliche Konzentration auf sich zog. Eine schmerzende Woge, die dort unten ihren Anfang nahm und sich einen Übelkeit erregenden Weg weiter nach oben suchen wollte. Sie ließ sich nicht lange zurück halten, sodass er sich an der Mauer abstützen musste, würgend, sich krümmend, ein Schatten seines ehemaligen Selbst.

Die Magenkrämpfe waren es auch, die ihn wieder in die Realität zurück holten. Er glaubte, keine Luft mehr bei dem anhaltenden Brechreiz und dem nicht enden wollenden Würgen bekommen zu können, während es längst nichts mehr gab, dessen sich sein Magen hätte erleichtern können. Es waren höchstens noch bittere Magensäfte, die ihm die ausgedörrte, brennende Kehle und den Rachen verätzten.
Als sich die Schmerzen endlich wieder legten und sich der Magen wieder etwas entspannte, blieb er eine Weile lang rauh nach Luft schnappend liegen, ein Zittern in den ausgemergelten Gliedern.
Erbärmlich.
Er war nur noch ein erbärmlicher Haufen, den Hunger und vor allem der Durst langsam zu töten begonnen hatten. Der schwarze Pelz war glanzlos und schütter geworden, verfallen waren die einst deutlichen Wölbungen stählerner Muskeln darunter. Sein Körper verzehrte sich in erstaunlicher Geschwindigkeit selbst, und die narbige, spärlich mit Fell bedeckte Haut im Gesicht spannte sich über den mächtigen Wolfsschädel, dessen Knochen deutlich darunter hervor stachen. Das einzelne Auge versank beinah in seiner Höhle, und abwesende Schleier ermatteten den müden Blick, der seine Umgebung nicht mehr klar erfassen konnte. Das bestachelte Halsband machte jeden Gedanken daran zunichte, den schweren Kopf einigermaßen bequem zu betten, ohne sich den Hals wund zu scheuern, und längst hatte der Körper damit aufgehört, sich wieder und wieder zu heilen.
Es gab keinen Grund mehr, sich zu bewegen, auch keine Kraft mehr dazu. Das trügerische Grün seines Gefängnisses verschwamm immer wieder mit wirren Erinnerungen, die sich miteinander ungeachtet ihres Alters verhedderten und neue unwirkliche Geschichten woben. Es war ein trüber, zäher Fluss, in dem sein Geist dahin trieb, ein beständiges Dahindämmern ohne rechten Schlaf und ohne rechtes Wachen.
Erbärmlich.
Der Gedanke fiel in den Fluss, verfing sich dort, trieb dahin und wiederholte sich in einer Endlosschleife. Erbärmlich hatte es damals begonnen, und erbärmlich würde es nun enden. Kein Tod, wie er einem Krieger zustand. Kein Kampf.
Er konnte nur noch gegen sich selbst kämpfen, und diesen Kampf...
er hatte aufgegeben. Verloren.
Es gab nur noch das Warten darauf, bis er leicht genug sein würde, um diesem Fluss entkommen zu können, der ihn noch festhielt, ihn noch nicht loslassen wollte...

Doch wie so oft sollte es anders kommen.
Die Änderung trat ein, als ein dumpfes Geräusch durch den Boden ging und der Geruch von Blut halluzinierende Sinne brutal aus ihren Hirngespinsten riss.
26.11.05 22:40




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